Das starke Ich und das schwache Wir!

Die Zeiten haben sich geändert; man hört's rundum. Doch dies kann doch nicht der Grund sein, dass das Ich immer mehr in seiner Stärke das schwach und schwächer werdende Wir besiegt. Ist der Mensch der "heutigen Zeit" wirklich nur existenzfähig, wenn er rücksichtslos seine Füsse und Ellenbogen einsetzt? Oder vergisst er hinter einem oft motorischen Alltag, dass es doch noch ein Wir gibt.

 

Unsere Groß- und Urgroßeltern, Mütter und Väter haben uns doch sicher nicht diesen Weg gezeigt. Diejenigen die diese Zeilen lesen, werden sich möglicherweise fragen, was jene Worte mit einer Kleingartensiedlung zu tun haben.

- Nun, ich finde sehr viel! Das einstige Zusammengehörigkeitsgefühl unserer Vorfahren, das kollektive Bestreben gemeinsam etwas zu erreichen, die meist selbstverständliche Nachbarschaftshilfe und die Rücksicht auf die Bedürfnisse des anderen sind nur ein Bruchteil einer sicherlich endlos zu erweiternden Liste, die es rechtfertigt das Wir wieder stärker werden zu lassen. Das Ich zu stärken bedarf es keiner allzu grossen Qualitäten: Neid, Hass, Integranz, ein Brischen Boshaftigkeit, kurzum Egoismus.

Das Schlimme ist, das man solche Eigenschaften sehr häufig an sich selber nicht bemerkt (Ich spreche aus eigener Erfahrung). Die Zeiten für das Wir werden für die Kleingärtner immer schwieriger, da sich durch die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten unserer Kleingärten eine breit gefächerte Auswahl von Lebensmöglichkeiten anbietet (grosses Haus, kleines Haus, mit oder ohne Keller, ganzjähriges Wohnen, nur im Sommer, gepachtet, gekauft, etc.).

Es werden für Einige diese Zeilen eher eine fragwürdige Bedeutung haben; aber für die meisten sollen sie (die Zeilen), so hoffe ich, eine Stärkung des Wir fördern. Anlässlich unseres 85er-Jubiläums in der Festschrift veröffentlicht. – Hat bis heute nichts an Attraktivität verloren. Johann Rubitzko Vizeobmann seit 1990

Gartenbewerbung

Information zur Gartenbewerbung
Leider kann unsere Vereinsverwaltung derzeit keine Bewerbungen für eine Gartenparzelle in unserer Anlage annehmen (weder per E-Mail noch handschriftlich). Wir haben bereits sehr viele Vormerkungen (mehr als Gärten) und das ergibt lange Wartezeiten! Bitte wenden Sie sich an den Zentralverband der Kleingärtner Österreichs. Hier erfahren Sie ob frei gewordene oder neu aufgeschlossene Parzellen zur Verfügung stehen! Die Homepage des Verbandes: http://www.kleingaertner.at Mit freundlichen Grüßen Die Vereinsverwaltung